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Genuss auf ganzer Strecke
Bordrestaurant

Rund 650 Restaurants und Bistros rollen derzeit durch Deutschland: für viele Geschäftsreisende eine bequeme und zeitsparende Möglichkeit, um vor oder nach dem Termin zu einer Mahlzeit zu kommen. Unser Autor Thomas Soltau nennt sechs weitere Gründe, warum er so gerne das Bordrestaurant besucht.

1) Klar, die mitgebrachte Wurststulle aus der Tupperbox ist auch lecker. Aber wie viel netter ist es, sich an einen Tisch zu setzen und ein warmes Essen auf Porzellantellern zu genießen? Gerade in unserem stressigen Alltag ist es wichtig, sich mal eine kleine Auszeit zu gönnen. Wer möchte, kann sein Essen auch mit an seinen Sitzplatz nehmen. Reisende der ersten Klasse bekommen ihr Gericht auf Wunsch sogar direkt am Platz serviert.

2) Ich koche nicht gerne und freue mich jedes Mal, wenn es jemand anderes für mich tut – und es dann auch noch schmeckt! Mal habe ich Appetit auf bodenständige Klassiker wie Rindergulasch, mal ziehe ich leichte Küche wie Gemüsecurry mit Kokosreis vor. Im Sommer reicht mir auch ein knackiger Caesar-Salat. Im Bordrestaurant findet sich eine gute Auswahl an Gerichten für jeden Geschmack und jede Situation. Und meine Kollegin, die sich vegetarisch ernährt, freut sich über leckere fleischlose Alternativen wie etwa Fusilli mit Tomaten-Feta-Soße – natürlich in bester Bio-Qualität.

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3) Ja, in Sachen Nachhaltigkeit tut sich etwas: Die angebotenen Heißgetränke sind Fairtrade-zertifiziert, alle Verpackungen der mitnahmefähigen Speisen weisen das FSC®-Zertifikat auf (was bedeutet, dass das Papier aus umweltgerechter Waldbewirtschaftung stammt). Fahrgäste, die einen eigenen Mehrwegbecher zum Befüllen mitbringen, erhalten einen Preisnachlass von 20 Cent beim Kauf eines Heißgetränks.

4) Die Pommes mit Currywurst und Tortilla-Crunch. Wenn ich (ausnahmsweise) mal Fast Food esse, dann muss es genauso schmecken wie im Zug.

5) Mit frisch gebrühtem Kaffee und Buttercroissants am gedeckten Tisch sitzen und dabei aus dem Fenster auf die vorbeifliegende Landschaft schauen: Kann ein Tag besser beginnen? Ich denke nicht. Einer meiner Lieblingsfilme ist übrigens „Mord im Orient-Express“ – vielleicht kommt daher mein Faible für Speisewagen.

6) Im Bordrestaurant sind die Menschen viel offener. Besonders abends, wenn der Zug durch die Dunkelheit rauscht, kommt man oft bei einem frisch gezapften Bier ins Gespräch. Hier traf ich bereits einen bekannten Fußballtrainer, eine Dame, die mit 89 Jahren auf dem Weg zu ihrem Verlobten war, und einen Arzt, der mir einen super Tipp gegen Rückenschmerzen gab. Meine Frau lernte ich allerdings auf einem Schiff kennen.

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