Ein Dienstreisender am Bahnsteig
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DB Fernverkehr
Lassen Sie Reisezeit nicht ungenutzt

Die Bahn bietet zwischen den wichtigsten deutschen und europäischen Metropolen bis zu sechsmal täglich Verbindungen in beide Richtungen an. Die Reisezeit kann dabei von Dienstreisenden mit kostenlosem WLAN, Steckdosen und genügend Beinfreiheit optimal genutzt werden.

Man mag von Niccolò Machiavelli und der nach ihm benannten politischen Theorie halten, was man möchte. Aber mit diesem Bonmot lag der italienische Schriftsteller († 1527) ganz sicher nicht falsch: „Zeit gewonnen – alles gewonnen“. Auf gewisse Art und Weise sind nicht Euro, nicht Dollar, nicht Franken, Yen oder Rubel die Währung unserer schnelllebigen Zeit. Sondern: Zeit. Höchste Zeit. Zeitmangel. Keine Zeit. Zeitverlust. Zeitdruck. Und, natürlich: Zeit ist Geld. Wer kennt dieses Seufzen nicht? Zeitweise scheint es, als verdichte sich das Businessleben in ebenjener Währung. Das kann schlauchen. Gerade auf Dienstreisen.

Die Hauptursachen für Belastung sind für fast jeden Zweiten lange Fahrtzeiten
DRV

Beeindruckend belegt wird dieser Verdacht durch die regelmäßig erhobene Studie „Chefsache Business Travel“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). An der Studie nahmen zuletzt neben 110 männlichen und weiblichen Führungs- und Fachkräften auch 110 Geschäftsführerinnen und -führer teil, die selber regelmäßig auf Geschäftsreisen sind. Laut aktueller Daten beurteilt fast jeder Zweite seine Dienstreisen der vergangenen zwölf Monate rückblickend als „stressig“ oder „sehr stressig“. Erstaunlich: Dies trifft vor allem auf jüngere Führungskräfte zu. Wer für sein Unternehmen pro Monat fünfmal oder öfter auf Reisen ist, empfindet diese Zeit als besonders anstrengend (78 Prozent). „Die Hauptursachen für Belastung“, schlussfolgert die Studie, „sind für fast jeden Zweiten lange Fahrtzeiten“. Ungünstige Fahrtverbindungen sind ein wesentlicher Grund für diese Aussage.

Streckennetz von Deutschland ins europäische Ausland ICE-Abfahrten aus Deutschland ins Ausland Zwischen den wichtigsten deutschen und europäischen Bahnhöfen verkehren bis zu achtmal täglich ICEs in beide Richtungen

Dabei gibt es sie ja, die Alternativen – und sie liegen oft näher, als manch dienstlich Reisender denken mag. Die gängige Abkürzung für die Formel „Schnelligkeit plus Komfort plus Nutzzeit“ lautet ICE. Von Frankfurt am Main aus beträgt die Fahrtzeit nach Paris lediglich rund 3:40 Stunden. Sechsmal pro Tag wird diese Direktverbindung angeboten.

Dienstreisende können bei einer Bahnfahrt die Reisezeit optimal nutzen

Brüssel erreichen Geschäftsreisende mit der Deutschen Bahn ebenfalls sechsmal täglich in unter drei Stunden. Nach Amsterdam (achtmal täglich) und nach Zürich (siebenmal täglich) geht es in unter vier Stunden Reisezeit. Und von München fährt die Bahn siebenmal täglich in vier Stunden nach Wien. Frühverbindungen von Frankfurt/Main, München, Stuttgart und Köln in mehrere europäische Metropolen ermöglichen es, selbst geschäftliche Termine um zehn Uhr bequem zu erreichen. Im Wortsinne. Denn der Sitzabstand im ICE (1. Klasse) beträgt komfortable 920 mm. Zum Vergleich: Im Reisebus sind 740 bis 850 mm Abstand Standard, bei Mittelstrecken-Flügen für gewöhnlich 762 bis 813 mm.

Zu den zwar kurzen Flugzeiten gesellen sich jedoch langwierige Check-ins, Sicherheitskontrollen und Wartezeiten im Terminal sowie längere Anfahrten von und zu den meist dezentral gelegenen Flughäfen. Das macht allein für die Strecke München–Wien zusammen fast 80 Minuten reine Fahrtzeit zum und vom Flughafen. Das alles ist Zeit- und Nerven kostende Warterei, die bei der Bahn entfällt. Hinzu kommt, dass die Reisezeit beim Fliegen im Gegensatz zur Bahnfahrt wenig bis gar nicht produktiv oder zur Entspannung am Tagesende genutzt werden kann. Und wie wichtig Geschäftsreisenden neben einer schnellen Verbindung gerade das effektive Nutzen der Reisezeit ist, zeigt die DRV-Studie nur zu deutlich. Acht von zehn Geschäftsreisenden priorisieren Komfort und stressfreies Reisen, und ebenso viele verfolgen eine hohe Produktivität auf ihrer Reise als Ziel.

Zeit gewonnen – alles gewonnen
Niccolò Machiavelli

Möglich ist das im ICE unter anderem dank kostenfreiem WLAN in der 1. und 2. Klasse auf innerdeutschen Verbindungen sowie bald auch auf ausländischen Streckenabschnitten. Produktiv lässt es sich auch deshalb arbeiten, weil es in den ICE-Zügen Steckdosen an den Sitzen gibt. Allein damit lässt sich ein in Umfragen am häufigsten genannter Störfaktor auf Geschäftsreisen minimieren: Rund ein Drittel der Befragten fühlt sich von einem nicht geladenen Smartphoneakku unter Stress gesetzt. Neben diesen Vorzügen bieten sich Geschäftsreisenden noch weitere Annehmlichkeiten wie gratis aktuelle Tageszeitungen in der 1. Klasse, kleine Speisen oder Getränke am Platz und Lounge-Zutritt am Bahnhof.

Wie bemerkte der englische Dichter Edward Young († 1765) einst und noch immer so treffend?

Verschwendete Zeit ist Dasein. Gebrauchte Zeit ist Leben.
Edward Young