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Spielerisch lernen
Spielerisch lernen

Nutzen Sie Ihre Zeit auf Geschäftsreisen doch einmal anders – mit spielerischem Lernen! Die Vorteile: Ausgleich, Entspannung und geistige Beweglichkeit während längerer Fahrten mit dem ICE. Wer öfter spielt, lernt auch schneller dazu.

Sie krabbeln, saugen und greifen: Kinder können sich stundenlang in ein Spiel vertiefen. Die Spiele erfüllen dabei eine wichtige Aufgabe der Evolution. Durch sie eignen Kinder sich überlebenswichtige Fertigkeiten für das spätere Leben an. Motorische Fähigkeiten wie Greifen und Laufen oder auch Kommunikationsfähigkeiten wie Sprechen entstehen im Spiel. Bis zum sechsten Lebensjahr entwickeln die Kleinen auf diese Weise kognitive, emotionale und soziale Funktionen. Kinder, die auf Bäume klettern, trainieren so zum Beispiel ihre Kraft und Geschicklichkeit. Die soziale Kompetenz wird etwa durch Brettspiele wie „Mensch ärgere dich nicht“ geschult, die Kinder spielerisch dazu zwingen, angemessen miteinander zu reden und umzugehen (und auch verlieren zu lernen). Spiele dienen somit als Schule fürs Leben, als Lernwerkstatt für die spätere schulische und berufliche Laufbahn. Bis zu 15.000 Stunden spielen Kinder in den ersten sechs Lebensjahren. Diese Zahl schrumpft, je älter wir werden. Schade eigentlich, denn auch für Erwachsene haben Spiele viele Vorteile. In erster Linie: spielerisch zu lernen und sich weiterzubilden.

Ausgleich, Entspannung und geistige Beweglichkeit für Erwachsene

Das Spielen dient Erwachsenen zum Ausgleich und zur Entspannung im Alltag. Es ist aber auch ein Erfolgsgeheimnis – so etwa bei Steve Jobs, dem 2011 verstorbenen Apple-Gründer und iPhone-Erfinder, dessen Credo: „Bleibt hungrig, bleibt tollkühn!“ mit einer Lust am Spiel zu erklären ist. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, vermutete gar, dass beim Spielen durch die Einnahme einer anderen Rolle Selbstheilungskräfte freigesetzt würden. Und in modernen Managementschulungen werden Spieltechniken angewendet, um einen Ausgleich zu schaffen und die Kreativität zu fördern. Wer öfter spielt, ist entspannter, kreativer, lernt schneller und behält das Wissen auch länger.

 

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Spielerische Weiterbildungsmöglichkeiten

Das Spielerische ist vor allem dann wichtig, wenn Menschen sich parallel zum Beruf weiterbilden möchten. Wenn die Zeit knapp ist und das Lernpensum hoch, helfen solche Formate. So behält man einen klaren Kopf und geht entspannter an den Lernstoff.

Moderner Videokurs mit Online-Interaktion

Eine Möglichkeit, sich spielerisch weiterzubilden, bieten sogenannte MOOCs. MOOC steht für „massive open online course“ und bezeichnet einen modernen Videokurs mit Online-Interaktion und digitalen Prüfungen. „Massive open“ bedeutet übersetzt, dass der Kurs für viele Teilnehmer gleichzeitig gedacht ist und die digitale Interaktion im Vordergrund steht. Das heißt, dass Beiträge kommentiert und eigene Fragen von den Lernenden gestellt werden können. Der Spaßfaktor ist durch die Benutzeroberfläche gegeben, da man als Teilnehmer immer genau sieht, welche Inhalte des Kurses bereits geschafft sind. Die ständige Rückmeldung führt dazu, dass man leicht dranbleibt und – wie bei einer spannenden Serie – auch die nächste Folge anschauen möchte.

Eine sehr bekannte globale Plattform für diese Video-Online-Kurse ist Udemy. Auf dieser Seite bieten Experten inzwischen mehr als 55.000 Kurse an, mit deren Hilfe Nutzer sich neue Fertigkeiten aneignen können. Dabei umfasst das Angebot ganz unterschiedliche Kategorien an Kursen: Sprachen wie Chinesisch sind hier erlernbar, aber auch Programmiersprachen wie Java. Interessierte sollten bedenken, dass die Inhalte der Kurse teilweise variieren, je nachdem, wer sie veröffentlicht hat. Zudem gibt es bei manchen eine Art Zertifikat mit Abschluss des letzten Moduls und sogar eine Prüfung. Für alle, die die Logik des Programmierens spielerisch lernen wollen, bietet sich Code.org an. Teilnehmer arbeiten auf einer Oberfläche, die der Grafik von „Angry Birds“ ähnelt, und lernen mit spielerischen Aufgaben eine neue Programmiersprache.

Das Besondere an dieser Form: Man ist beim Lernen zeitlich und örtlich ungebunden. Hilfreich ist, die Kurse sind überall nutzbar: beispielsweise während einer Geschäftsreise im ICE.

 

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Spielerisch lernen lohnt sich

Zwischen den vielen Angeboten sollte etwas Grundsätzliches nicht vergessen werden: Weiterbildung lohnt sich. Das beweist auch die TNS-Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2017“, an der 300 Personalverantwortliche beteiligt waren. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass sich berufliche Weiterbildung sowohl auf die Höhe des Gehalts als auch auf eine mögliche Erweiterung des Aufgabenbereichs und den beruflichen Aufstieg auswirkt.

Dabei bieten sich die verschiedensten Möglichkeiten an, wie man sich neben der Arbeit weiterbilden kann. Den klassischen Weg stellt das Fernstudium dar, aber aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung umfasst das Angebot der Weiterbildung inzwischen eine viel größere Bandbreite als früher. Die elektronischen Medien spielen laut der TNS-Infratest-Studie eine immer bedeutendere Rolle, wobei virtuelle Seminare, sogenannte Webinare, am wichtigsten bewertet werden. Direkt danach folgen „Web-Based Trainings“, also Simulationen, die man sich auf seinem mobilen Endgerät ansehen kann.

Viele Formate, aber die Grundidee ist die selbe

Die Auswahl an Formaten wird zukünftig mit Sicherheit noch zunehmen und ist persönliche Geschmackssache, denn es gibt verschiedene Lerntypen. Manchen müssen Informationen lesen, um sie besser zu verstehen und abzuspeichern, manche brauchen hingegen visuelle Einflüsse, während wieder andere sich die neuen Inhalte in erster Linie anhören wollen.

Die Möglichkeiten zum Lernen sind vielfältig, aber eine grundsätzliche Sache ändert sich nicht: Der Bildungserfolg hängt hauptsächlich von der eigenen Einstellung ab. Der innere Drang, das vorhandene Wissen zu erweitern und anzuwenden, bildet eine wichtige intrinsische Motivation. Dabei kann der spielerische Ansatz helfen, die Situation aufzulockern und den Spaß wieder in den Vordergrund zu rücken. Als Kind hat das geholfen – warum nicht auch als Erwachsener?

Weitere unterhaltsame Lernmöglichkeiten für unterwegs:

Hörspiele

Im ICE-Portal finden Sie Hörspiele und Sprachtrainings, wie die „Sprachdusche Englisch“ für unterwegs.

Podcasts

Podcasts sind wie Radiosendungen allerdings ohne eine feste Sendezeit. Praktisch, denn so kann man jederzeit und überall Folgen anhören und herunterladen. Hier ein Beispiel für einen bekannten Podcast:

Norman Glaser erklärt als Strategieexperte für digitale Markenführung und Kommunikation in seinem Podcast „Digital Thinking“

Mentales Muskelstrecken auf Apps

Ebenfalls gut geeignet, um die eigenen grauen Zellen zu trainieren, sind Apps, die auf spielerische Art die eigenen Fähigkeiten austesten. Dabei gibt es eine große Bandbreite: Stressabbau mithilfe von „Personal Zen“ , über IQ-Tests für unterwegs mit „NeuroNation-Fitness for your brain“ bis hin zur „Fit Brains“– App  , die rund 360 unterschiedliche Übungen und Trainingseinheiten anbietet.

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